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malerei

Das Manifest des Guten Herzens, Paris 1931
Gedankenspiele, Braunschweig 1948
Ohne Titel, 1948
Waldesruh, 1948

Zu den Gemälden Heinrich Heidersbergers::

Heinrich Heidersberger beginnt seine künstlerische Karriere als Maler. 1928 zieht es ihn, zusammen mit seinem Schulfreund Eduard Zak, nach Paris, dem Zentrum des Surrealismus. Dort beginnt er an der École Moderne bei Fernand Legér zu studieren und erwirbt im selben Jahr seine erste Kamera. Von diesem Zeitpunkt an widmet er sich zunehmend der Photographie, doch entstehen auch immer wieder Gemälde, die sich heute größtenteils in Privat- bzw. Familienbesitz befinden. Eine größere Werkgruppe hat sich aus dem Jahr 1948 erhalten. Motivik, Malweise und Farbgebung verraten deutlich, dass Heidersberger Einflüsse des Surrealismus aufgenommen hat, jener Kunstrichtung, mit der er auch während seiner Pariser Jahre in Kontakt gekommen war. Rätselhafte Portraits, traumartig-komplexe Stadtlandschaften sowie abstrakte Kompositionen, die zwischen organisch-weichem und geometrisch-strengen Formenvokabular oszilieren, sind die Bildthemen. Elemente kubistischer Kunst wie die Aufsplitterung der Perspektive und die Auflösung der Gegenständlichkeit lassen den Einfluss von Künstlern wie beispielsweise Georges Braque, Giorgio de Chirico oder Pablo Picasso erkennen. Aber auch die Nouvelle École de Paris, die in der Nachkriegszeit in Deutschland lebhaft diskutiert wurde, kann als Vorbild angenommen werden, vor allem die bunten Abstraktionen von Serge Poliakoff und Nicolas De Staël. Heinrich Heidersbergers malerisches Werk ist in seiner Gänze noch für die Kunstgeschichte zu entdecken und wird auch für die weitere Erforschung seines photographischen Formenvokabulars von Bedeutung sein

 

 

Letzte Änderung: 29.5.2017
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